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bekay de » Realverfilmung des Mangas "20th Century Boys"  
 

Sonntag, der 27.04.2008, 13:04
Realverfilmung des Mangas "20th Century Boys"

Dass Naoki Urasawas Manga 20th Century Boys verfilmt wird, finde ich nun aus vielerlei Perspektiven interessant. Einmal, weil ich nichts davon wusste - und das obwohl die Nachricht schon Ende 2006 die Runde machte. Selig seien die Medienblinden - ich bin einer von ihnen. (Jetzt wisst ihr auch, warum mein Blog so heißt, wie er heißt.) Schon peinlich, wo ich doch großer Verehrer der Comicreihe bin. Urasawa ist ein Meistererzähler, der das Suspense- und Spannungsfabulieren durch seine Erzähltechnik der Zeitsprünge auf eine wohl nie gesehene Spitze treibt. Inwiefern dieses bisweilen chaotische Springen durch die Handlung, das die Chronologie von über 30 Jahren erzählte Zeit wild durcheinander mixt, im Film seinen Wi(e)derhall findet, wird zu erwarten bleiben. Mit einer Trilogie (der erste Teil kommt am 30. August in die japanischen Kinos) haben sich die Macher jedenfalls schon einmal den Raum geschaffen, um der umfangreichen Erzählung Herr zu werden. Gespannt bin ich auch auf die Handlungselemente der Kindheit Kenjis in den 1960er Jahren - besonders die Ausführung des naiven Blicks und des starken Zeitkolorits, also die Frage der Umsetzung von Nostalgie, steht hier im Vordergrund.

Faszinierend ist ein Aspekt der Kulturindustrie Japans, der mich schon immer auf sich aufmerksam machte: In den zwei Postern und dem Cast ebenfalls schon lässt sich die übliche Treue zur Mangavorlage erkennen. Ein aus dem Anime-Bereich ja bekanntes Phänomen - der Anstrengung eines angepassten, veränderten Designs wird sich nur in restriktiven Bahnen ausgesetzt. Das kann viele Gründe haben: vielleicht ist dieses textuelle Phänomen gar nicht so phänomenal, wie ich es hier darstelle. Oder aber es ist eine ökonomische Maßnahme, die den Designprozess der Vorproduktion einspart. Es ist ja auch einfach praktisch, wenn ein Comic die Bilder schon vorliefert. Oder wir haben es hier mit einer Ehrung des Mangakas zu tun, dessen individuellem Werk gegenüber man sich in der Pflicht sieht. Man denke an die Mentalität der Japaner. Irgendwo dazwischen wird die Wahrheit vielleicht liegen.

Ach ja, einen Teaser gibt es auch schon. Viel zu sehen gibt es nicht. Und überrascht von der musikalischen Untermalung werden Kenner des Mangas auch nicht sein. Schließlich beginnt dieser in den 1970ern - mit dem Glamrocksong "20th Century Boy" von T. Rex (bzw. mit der bildlichen Darstellung des Liedes, wie es durch die Räume eines Schulgebäudes schallt). Da er Namensgeber für die komplette Reihe ist, darf das schmissige E-Gitarren-Riff zu den ersten (Werbe-)Bildern des Films selbstverständlich nicht fehlen.

Link(s) Band 1 des Mangas Offizielle Seite des Films
(in: flimmerWelt, stehBild, leseEcke) Kommentare (4) / Comment?


Kommentare

"Selig seien die Medienblinden - ich bin einer von ihnen. (Jetzt wisst ihr auch, warum mein Blog so heißt, wie er heißt.)" Hmmm ... Es ist so einfach? "Wir haben Sie irgendwie größer erwartet" (Tom Holt) - Ich hoffe nur, der Auftritt des Spaghettimonsters macht mehr her, sollte es uns erscheinen.

Karsten am 28.04.2008 um 15:32

also das eine spaghettimonster, das aus "20th century boys", muss und sollte ja gar nicht so viel hermachen. es wäre nur logisch, wenn es dies eben nicht tut.

für das andere, also das fliegende, gilt: "auch götter sind nur menschen" (ebenfalls tom holt - jedenfalls sagt dies wikipedia )

und natürlich ist blindheit nicht unsystematik, es kann aber ja durchaus ein teil davon sein.

bekay am 28.04.2008 um 16:41

Dabei wollte ich doch vermeiden, in ein Mangafachgespräch verwickelt zu werden :X

Ansonsten: "Blindheit und Einsicht" (Paul de Man)

Karsten am 28.04.2008 um 20:08

ist ja genial! war ja immer von dem manga begeistert ... auch wenn ich ihn leider nie zu ende lesen konnte
naja, da bin ich mal riesig gespant wie das alles umgesetzt wird, gerade die parallelität der handlung wird da sicher eine herausforderung sein ...
aber 3 teile??? klar, die komplexität fordert diese, aber wir als zuschauer müssen uns wiedermal im warten üben

Claudia am 03.05.2008 um 09:18


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