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bekay de » Tintenfizz.de oder: Ein Dummer warnt  
 

Samstag, der 21.02.2009, 17:12
Tintenfizz.de oder: Ein Dummer warnt

Vorweg Nr. 1: Bitte nichts bei Tintenfizz.de bestellen! Dies ist ein unzuverlässiger Laden, wenn nicht gar mit verbrecherischen Tendenzen.
Vorweg Nr. 2: Dieser Erlebnisbericht handelt von einem grenzenlos Dummen, also mir. Ich entschuldige mich also gleich für meine Naivität, die mir im Sparwahn mein rationales Vermögen vernebelte.

Nun, die Patronen der geliebten Druckmaschine waren wieder einmal alle. Da ich grundsätzlich nichts von Nachfüllen oder Ersatzpatronen anderer Firmen halte (Grund: äußerst schlechte Erfahrungen damit gesammelt), bin ich immer auf der Suche nach dem günstigsten Anbieter für Originalpatronen. Tintenfizz.de bot sich über die Preisvergleichsseite PreisRoboter.de an - hier gab es das High-Capacity-Pack der Originale preiswert und obendrein moderate Versandkosten. Die Seite ist zwar weder vertrauenswürdig noch einladend, aber ich hab schon auf schäbigeren Internet-Hütten Bestellungen abgefeuert. Die Google-Suche nach "Tintenfizz.de" ergab zwar überraschend wenig Ergebnisse, aber auch keine Warnungen vor dem Shop. Hätte ich mir die Mühe gemacht und nach der hinter der Seite stehenden Firma Printer Express gesucht, hätte ich auch auf diese Google-Seite stoßen und wissen können, dass die Spezialität dieses Shops die Nichtauslieferung bei gleichzeitiger Einbehaltung des Geldes ist. (Die Seite Ink-vertrieb.de gehört ebenfalls zu diesem zwielichtigen Verein.) Aber ich wollte die Zeichen nicht sehen, bestellte am 04.02. und überwies auch gleich den fälligen Betrag online. Am nächsten Morgen kam schon eine zweite Mail nach der Bestellbestätigung, die mir mitteilte, dass meine Bestellung "in Bearbeitung" sei. Bearbeitet wurde diese scheinbar ziemlich lange und am 13.02. fragte ich per Mail einmal nach, wann die Bearbeitung denn endlich ein Ende finden würde. Am 16.02. wurde mir trocken mitgeteilt, dass "die Ware morgen rausgehe". Und als dann am 20. immer noch kein Postmann klingelte, wurde ich etwas entschiedener im Ton. Durch die Kritik bei Google wusste ich ja nun schon, dass ich es hier mit einem höchstwahrscheinlich betrügerischen Verein zu tun habe. Printer Express kann ja nur Geld "verdienen", wenn man wie ich auf ihre Seite reinfällt (solche Naivlinge wie mich gibt es immer). Mein einziges Druckmittel war also die Androhung der Publikmachung ihres semi-kriminellen Charakters, was ich dann auch in der Mail tat. Meine Punkte im einzelnen:

"1. Ich werde Tintenfizz.de/Printer Express beim Verbraucherschutz melden.
2. Bei Google wird sich Printer Express über eine weitere vernichtende Kritik freuen dürfen.
3. Ich werde dafür Sorge tragen, dass ihre Angebote bei diversen Preisvergleichsseiten nicht mehr auftauchen.
4. Ich werde Ihre verbrecherischen Tätigkeiten Ihrer Bank melden.
5. Ich werde auf meinem Blog vor Tintenfizz.de/Printer Express warnen."

Das zog anscheinend - ich hätte es selbst kaum geglaubt, weil ich mir das nur so aus den Fingern gesogen hatte: Jedenfalls kam keine Stunde später eine formelle Vorlagen-Mail mit der Information, meine Ware sei versendet worden. So ein Zufall aber auch. 16 Tagen hätten sie also gebraucht, meiner Bestellung nachzukommen - falls die Lieferung denn wirklich auf dem Weg zu mir war. Dessen war ich mir noch nicht sicher. Doch heute lieferte DHL tatsächlich ein kleines, unscheinbares Paket. Natürlich mit dem falschen Produkt, also nicht dem bestellten High-Capacity-Multipack, sondern nur den Patronen mit halber Kapazität - die also 20€ billiger sind. Jener Betrag also, um den sich Printer Express unrechtmäßig bereichern will. Eine richtige Rechnung kann man von diesem Chaosladen wohl auch nicht erwarten. Weder per Mail noch im Paket - in dem war nur ein lustig-spartanischer Lieferschein einer Klotz Kommunikationstechnik in Sulzbach-Rosenberg. Humor hat dieses Syndikat ja, das will ich ihm lassen! Die Taktik des Hinhaltens, Verzögerns und Halbe-Leistung-Bringens ist ebenfalls mustergültig eingeübt - nur so entmutigt man seine "Kunden" erfolgreich...

Unter diesen Umständen ist jene Lieferung wohl das Beste, was ich herauszuholen im Stande war. Jedenfalls will ich anderen diese Internet-Odyssee ersparen und warne sie hiermit vor Tintenfizz.de!

(in: tagesThemen, ganzPrivat, fundGrube) Kommentare (18) / Comment?


Kommentare

"erstklassiker support", "versankosten", auaaua...

thomas am 21.02.2009 um 17:43

Ja... per se macht mich so ein Werbe-Ramba-Zamba mit orthographischen Unkorrekheiten ja noch nicht misstrauisch.

Gut, will mich nicht verteidigen, habe meine Schuld ja eingesehen.


Klassiker-Support, Fasan-Kosten

bekay am 21.02.2009 um 17:50

Ach, und Thomas: Du hättest ruhig dein Blog als Website eingeben können!

bekay am 21.02.2009 um 18:12

Geiz macht geil....


antje am 22.02.2009 um 15:26

Jedenfalls hast Du eine Lieferung bekommen. Ich habe seit 4 Monaten nichts bekommen. Habe denen jetzt eine Frist gesetzt. Nach Ablauf werde ich Strafanzeige stellen.

Per Vorkasse kauf ich nur noch bei bekannten, seriösen Firmen.

der Geleimte am 06.06.2009 um 10:18

Ich habe ebenfalls schlechte Erfahrungen mit tintenfizz.de gemacht. Die bestellt Ware kam nicht, dafür Noname-Toner. Wir haben die Toner zurückgeschickt, aber nie Geld oder Ersatzlieferung erhalten.

Matze am 19.06.2009 um 10:40

Auch ich bin leider reingefallen. Habe 3 teure Canon-Trommeln bestellt und immerhin 3 Noname-Trommeln bekommen. Ist nur ein Verlust von 200,-- €.
Ich finde dagegen sollte man was tun. Ich werde nächste Woche den Verbraucherschutz auf tintenfizz aufmerksam machen und ausserdem Stiftung Warentest und PC-Welt schreiben. Das beste wäre, wenn das mehrere machen würden, die gelinkt worden sind, damit denen wirklich das Handwerk gelegt werden kann.

monalisa am 26.06.2009 um 19:54

Wahrscheinlich sollte man sich zuerst an den Bundesverband der Verbauchenzentralen Deutschlands wenden, denn ein krimineller Shop lässt sich offenbar gar nicht so einfach melden: info@vzbv.de

Außerdem sollte man sich an Preis-Roboter wenden, damit die endlich mal die Angebote von ihrer Vergleichsseite rausnehmen: info@preisroboter.de (Ich habe dies bereits getan, es hat aber nichts genutzt.)

bekay am 27.06.2009 um 16:09

habe mich endlich an verschiedene Organisationen gewendet: Verbraucherzentrale, Preisroboter, PC-Welt, Stiftung Warentest, Schwarze Schafe im Internet.
Außerdem habe ich noch einmal eine Frist zur Rückzahlung gesetzt, bevor ich dann doch über eine Strafanzeige nachdenken werde.

monalisa am 02.07.2009 um 14:47

Hey Leute. Bin leider auch auf dieses Unternehmen reingefallen . Meine Bestellung wurde vor zwei Monaten storniert, aber auf das Geld warte ich immer noch... Versuch mittlerweile schon seit vier Tagen dort anzurufen, aber es hebt keiner ab. Der Sitz ist ja in Amberg. Will demnächst mal da hinfahren und auf mein Geld pochen...

Lisa am 03.07.2009 um 14:08

Hallo, Lisa:

Auch dich bitte ich, dich an die Verbraucherzentrale Bayern zu wenden und das rechtswidrige Verhalten zu melden: recht@vzbayern.de

Falls du dein Geld nicht zurückbekommst, kannst du ja auch Strafanzeige wegen Betruges stellen.

bekay am 03.07.2009 um 15:32

Hallo,

auch ich bin auf Tintenfizz (oder Printer-Express oder Ink-Vertrieb) reingefallen. Ich habe 16 i-change Patronen bestellt und nach 14 Tagen und Anmahnung irgendwelche No-Name Tintenpatronen geliefert bekommen. Ich habe eine Frist zur Kontaktaufnahme bis morgen gestellt, danach werde ich die Ware als versichertes Paket zurücksenden (auf meine Kosten, aber mit Beleg und vor Zeugen verpackt). Wieviel Zeit muss ich den Herren lassen, das Geld wieder auf mein Konto zu überweisen, bevor ich Anzeige wegen Betruges erstatte kann? Das Geld habe ich eigentlich schon abgeschrieben, aber ich werde alles tun um dieses Geschäftsgebahren publik zu machen. Ich werde mich ebenfalls an Preisroboter und die Verbraucherzentrale wenden. Ich habe demnächst Urlaub und noch nichts Tagesfüllendes vor wenn Ihr also noch ein paar Adressen hättet...?

Grüße
Martin

Martin am 07.07.2009 um 22:12

Bis heute habe ich kein Geld zurückbekommen. Ich werde den Fall auf jeden Fall an die Verbraucherzentrale in Bayern melden. Danke für die e-mail-Adresse. Dann werde ich Strafanzeige stellen, am besten über die Verbraucherzentrale. Muss mich noch schlau machen, ob das dann über Hamburg oder über Bayern geht. Dem Typen muss man dringend das Handwerk legen.
Wenn ich jetzt auf die Website von Tintenfizz gehe (schauen, ob es sie immer noch gibt) meldet sich mein Virenscanner (nur heuristisch, aber immerhin)..., also Achtung.
Preisroboter hat immerhin geantwortet, dass sie das Geschäft im Auge behalten.
Zurückschicken tue ich auf keinen Fall, denn so habe ich immerhin drei (relativ wertlose) Trommeln.
Hallo Lisa,
bin schon neugierig, was und wen Du in Amberg gefunden hast.
Grüße
MonaLisa

monalisa am 16.07.2009 um 11:42

Hallo Monalisa,

ich musste erfreulicherweise gar nicht nach Amberg fahren . Ich habe ihm eine letzte Warnung geschickt und ihm rechtliche Schritte angedroht und siehe da, habe vor vier Wochen mein Geld zurückerhalten. Ich habe die Gesetzbücher gewälzt und mit Paragraphen geprallt, dass hat ihn wahrscheinlich eingeschüchtert.

Gruß, Lisa

Lisa am 15.08.2009 um 16:38

Hallo Mona Lisa,

wir wurden auch Opfer dieser Firma. Wir haben per Vorkasse gezahlt und Noname-Toner bekommen. Den schickten wir zurück, aber das Geld oder der Original-Toner kam nie. Sie reagieren weder auf Mahnungen noch auf Drohungen.

Uns ist aufgefallen, dass die Firma ständig seinen Namen ändert: tintenfizz.de, printer-express.de und ink-vertrieb.de. Wahrscheinlich ist dort auch der einzige Mitarbeiter der Horst Buchberger.

Verbraucherzentrale ist bereits informiert und wahrscheinlich werden wir Anzeige wegen Betrug machen. Und wenn das nicht hilft, dann habe wir noch Bekannte bei der Presse. Uns geht es gar nicht mehr um das Geld, sondern ums Prinzip. Wir müssen auch hart arbeiten für unser Geld, aber der wartet nur darauf wie das Konto voller wird.

Gruß Matthias

Matthias am 24.09.2009 um 10:42

Ich bin wahrscheinlich einer der ersten, die hier in's
Leere gelaufen sind. Bei Tintenfizz gab es einen Druckkopf für Xerox, den ich nirgends sonst finden konnte, weil dieser Drucker nicht mehr hergestellt wird. Am 7. April 2008 bestellte ich den vermeintlichen Restposten.
@Lisa, da hast Du schön Schwein gehabt! Mein Anwalt hat mit Herrn Buchberger schriftlich wie telefonisch kommuniziert. Die Rückzahlung wurde zugesichert, erfolgte natürlich nie. Auf ein Mahnverfahren haben wir verzichtet, weil der Betrag (41 €) "zu gering " war.
Mich würde jetzt interessieren, ob es die Firma noch gibt! Die Homepage habe ich nicht mehr gefunden.

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