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Donnerstag, der 11.03.2010, 01:30
Battlestar Confusica

So, habe die Serie BATTLESTAR GALACTICA (2004-2009) nun zu Ende geschaut und komme zum Schluss, dass hier zwei große Projekte verfolgt werden: Einmal wird mit viel Schweiß an einer neuen Art des Erzählens gearbeitet - der "sloppy narration". Ganze Figuren und Handlungsstränge werden über viele Folgen hinweg verschluckt, nicht weiterentwickelt, Entwicklungen führen zu nichts. Ja, einige zentrale Handlungselemente werden einfach in den "Was bisher geschah?"-Zusammenfassungen nachgereicht! In den ersten Staffeln ist dies noch nicht ins Auge gefallen, denn dort lenkte man mit Anspielungen auf gegenwärtige weltpolitische Phänomene und spannend-düsteren Inhalten von diesem avantgardistischen Erzählen ab. Erst in den letzten Folgen kommt dieses voll zur Geltung. Das zweite, wichtigere Projekt ist das der Christianisierung. Zum Glück hat der Vatikan die Serie finanziell unterstützt (deswegen auch die verdammt guten Effekte), denn die Botschaft von Gottes Plan muss gehört werden! Ach, was sage ich da? Der finale Zweiteiler ist so gläubig, der zaubert gleich mehrer Götter aus einer Menge Maschinen - das passt natürlich kongenial zur "sloppy narration"!

...jetzt mal im Ernst: Wie kann eine Serie, die so unglaublich gut anfing, nur so banal enden? Ich bin nicht sauer, eher schockiert. Angedeutet hat sich das eigentlich schon immer, aber man hoffte auf eine Auflösung, die den vielen frischen Ansätzen der Serie - z.B. ihre desillusionierte Darstellung von religiösem Fanatismus und politischer Macht-Schacherei - gerecht wird. Mit einer christlichen Illusion kann das selbstverständlich nichts werden.

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Donnerstag, der 11.03.2010, 01:26
Pre-Code-Branding

Ich habe mir gestern einmal den Pre-Code-Film THE CHEAT (George Abbott, USA 1931), versuchend, mir seiner Pre-Code-Haftigkeit bewusst zu werden. Nun ja, trotz bloß einstündiger Laufzeit starrte ich manchmal gedankenverlorren mit leerem Blick und Stand-by-Aufmerksamkeit auf die Schwarz-Weiß-Bilder. Jedoch gab es trotzdem einiges zu bemerken, z.B. die kühl-erotische Tallulah Bankhead, die mit rauchiger Stimme und ohne Büstenhalter die femme fatale gibt. Allzu fatal ist sie am Ende dann doch wieder nicht, aber bis dahin leistet sie sich doch einiges: Elsa Carlyle verliert $10.000 beim Glücksspiel, die sie erst einmal nur mit einem Schuldschein begleichen kann. Denn ihre Ausgaben zahlt ihr Mann Jeffrey (Harvey Stephens), der sie zwar abgöttisch liebt, doch gerade knapp bei Kasse ist. Er ist das, was man heute "Börsianer" nennen würde. Und den ging es nach 1929 nicht allzu rosig. Elsa verrät ihm nichts von ihrem Pechspiel. Aber er hat gerade ein goßes Geschäft am Laufen, dessen Abschluss das Ende der finaziellen Probleme verheißt. Das nützt Elsa aber kaum, das Casino drängt sie ihre Schulden zu begleichen. Also steckt sie das Geld von einer Spendenaktion, die sie mit ihren High-Society-Miezen ausrichtete, in irgendein Wertpapier, welches angeblich bald seinen Wert verdoppeln soll. Erster moralischer Fingerzeig: Ätschi-Bätsch, nix gelernt aus dem schwarzen Donnerstag! Das Geld ist futsch. In ihrer argen Bedrängnis wendet sie sich an Hardy Livingstone (Irving Pichel), seines Zeichens reicher Fuzzi mit Exoten-Bonus, ist er doch gerade von einer Asien-Reise zurückgekehrt und trägt angeblich irgendwo an seinem Körper die Narbe eines Löwen-Angriffs. Der gibt ihr das Geld unter der Bedingung, über ihren Körper zu verfügen. Wie es der "Zufall" so will, wird Jeffrey kurz darauf mit einem Handel reich. Elsa trotzt ihm das Geld, welches sie Hardy schuldet, unter Vortäuschung falscher Tatsachen vor. Als sie sich von diesem freikaufen will, reagiert dieser äußerst ungehalten und verpasst ihr ein Branding sines persönlichen Wappens auf die Brust. Darauf reagiert sie dann wiederum sehr ungehalten, schießt ihn nieder, trifft ihn aber nicht lebensgefährlich und flieht. Jeffrey, der ihr gefolgt ist, nimmt die Schuld für die Tat auf sich, um sein Liebchen zu schützen. In der Gerichtsverhandlung kann Elsa ihre Schuld nicht mehr ertragen und verrät die Wahrheit, ihr chices Branding dem kompletten Saal zeigend. Das erregt ganz schön viel Tumult, die Masse will offenbar den angeschossenen Brandingkünstler lynchen. Zweiter moralischer Fingerzeig: Stehe zu deinen Verfehlungen!

Puh, erst beim Nacherzählen des Story ist mir aufgefallen, dass der Film gar nicht so simpel gestrickt ist. In der einen Stunde wird einiges an Handlungsmaterial dicht aneinandergereiht. Das gilt besonders für die zahlreichen Geldzahlungen, Schulden und die Mitwisserschaft der verschiedenen Figuren von diesen. Wenn man THE CHEAT als Krisenfilm versteht, dann ist er vielleicht und gerade sogar heute noch ganz interessant. Das Pre-Code-Hafte hat einen nun nicht angesprungen: Trotz exploitativer Momente (das Brandmarken! - sehen wir allerdings nur als Schattenspiel) geht das sehr gediegen-kleinbürgerlich aus, denn am Ende ist alles gut; die Ehe gerettet, die femme fatal geläutert. Wirklich erwähnenswert ist wohl nur dieser kurze Moment, als das Scheusal Livingstone in die Kamera schaut:



Diesem Blick wirft er dem Zuschauer(raum) zu, kurz bevor er Elsa das Geld gibt. Zu sagen scheint er: "Die Alte kaufe ich mir jetzt!" Dass er für sein verwerfliches Unterfangen mit dem Zuschauer gemeinsame Sache macht, ist ja eigentlich schon obszön genug. Aus einer formalen Perspektive verwundert diese Einstellung jedoch ebenfalls: Dieser konspirative Blick ist eigentlich ein deutliches Kennzeichen des frühen Films, für die sich Tom Gunnings Bezeichnung "Kino der Attraktionen" durchgesetzt hat. Das Theaterhafte, in der der Zuschauer noch als ein anzusprechendes Kollektiv verstanden wurde, dessen Aufmerksamkeit sich der Film erkämpfen muss, wich dem klassischen Erzählkino, dass sich zusammen mit der Hollywood-Industrie ausbildete und den Zuschauer auf subjektiv-vereinzelte Betrachtung einer Traumwelt abrichtete. (Nachzulesen z.B. in diesem Text von Thomas Elsaesser.) Dass es also in den 1930ern, der Blütezeit des klassischen Films, noch zu solch einem konspirativen Blick kommt, weist die Pre-Code-Ära eben als eigentliches Krisenphänomen aus: Jedes Mittel war recht, um die Leute trotz der miesen wirtschaftlichen Lage ins Kino zu locken und dort ebenfalls zu halten. Dies weist THE CHEAT nun als doppelten Krisenfilm aus...

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Donnerstag, der 11.03.2010, 01:20
Das Gekichere aus dem Jenseits

Ich war mal wieder im Kino. Also in diesem dunklen Raum, in dem Menschen im Schutze der Dunkelheit meinen, ihre Mitmenschen belästigen zu können. Am Film konnte es nicht gelegen haben: Es war Peters Jacksons "Neuer". THE LOVELY BONES. Oder zu deutsch - da sich der morbide Titel wohl als unübersetzbar erwies - IN MEINEM HIMMEL. Auch wenn dieser gewisse Längen aufwies (jedoch keineswegs langweilig war), zeigte Herr Jackson geradezu beängstigenden inszenatorischen Perfektionismus, der keinen Grund bot, ihn anzukichern. Aber diese zwei Damen eine Reihe hinter mir kicherten und quatschten dummes Zeug vor sich hin. Dass sie während der Produktionslogos erst richtig loslegten, deutete bereits an, dass sie die ungeschriebenen Regeln des Kino offen missachteten. Als Jackson anfing, die Bedrohlichkeit des Serienkillers zwischen den Bildern zu inszenieren (die vorzüglichsten Szenen des Films, zwar klar überinszeniert, aber ausnehmend bedrohlich nichtsdestotrotz), kicherten sie und meinten gleichzeitig, dass dies ja "voll Psycho" sei. Da bestand schon eine gewisse Diskrepanz zwischen Reaktion und dem "Psycho"-Inhalt... oder war es ihre Bewältigungsstrategie für die spannenden Szenen? Dies vermag ich nicht zu beantworten. Jedenfalls ging das Geschnattere den ganzen Film über, mal leiser, mal lauter. Ich sagte nichts. Ich schwieg, das Gekichere aus dem Jenseits mal ausblendend, mal bewusst nachvollziehend - obwohl; im Ausblenden-Part bin ich nicht gut. Natürlich legte ich mir Aufforderungen zur Ruhe zurecht, mal bittend, mal aggressiv oder auch frech im Geiste vortragend. Mir war bewusst, dass es jedoch keinen Sinn machen würde, diese in den echten Kinosaal zu werfen. Stellenweise befanden sich die Damen in der Zone des "Point of no Return". Den kennen wir wahrscheinlich alle: Die Unangebrachtheit unseres Verhaltens in einer gewissen Situation feuert dieses unangebrachte Verhalten nur noch mehr an. Lach-Flash etc. Würde ich den Beiden von der Reihe hinter mir also klar machen, dass sie sich der Kinosituation unentsprechend verhalten, könnte dies Öl ins Feuer sein. Nun ja, wenn man seinen Wunsch mit einem gewissen gewaltätigen Potential vorträgt, kann dies Früchte tragen. Nun sollte man wissen, dass ich keine Angst einflöße. Weder will ich das, noch bin ich dazu geeignet. Doch meine ratioanlen Erwägungen, die ich hier rekonstruiere, hatten ihre Grenzen. Sie waren bei der letzten Suspense-Szene erreicht, in der die Spannung parallel mit dem Gekicher ins kaum Erträgliche stieg. Meine Herz raste jetzt, ich drehte mich um und fragte neugierig (etwas, dass ich vorher nicht im Kopf durchspielte): "Wollt ihr gehen?" Verduzte Gesichter. Ich darauf: "Gut, dann könnt ihr ja leise sein." Das wäre bestimmt viel eleganter gegangen. Aber ich mache das zu selten. Jedenfalls zeitigte es Wirkung. Nach einigem Geflüster im asozialen Wat-will-der-denn-Duktus wurde es endlich ruhig. Denn auch wenn ich Jacksons Strauß Buntes letztlich für etwas naiv, reichlich kitschig und wahllos zusammengewürfelt hielt, so verdiente er es trotzdem, in aller Ruhe geschaut zu werden...

Link(s) IMDb-Link
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Mittwoch, der 10.02.2010, 00:20
Das Amateurwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

So muss die Hölle aussehen. Jedenfalls für Menschen, die das Filme-Schauen lieben. Sie würde aus Filme-Machern bestehen, die Filme-Machen nur spielen. So wie Uwe Boll. Er macht nicht etwa Filme, sondern er tut nur so, als ob er Filme machen würde. BLOODRAYNE ist also gar kein Film, sondern spielt nur, Film zu sein. Unter anderen Umständen nennt man sowas auch Amateur-Produktion. Aber Boll hat diesen Begriff schon lange hinter sich gelassen, denn seine Produktionen üben offenbar eine unnachahmliche Aura des Amateurhaften aus. Wie sonst kriegt er Schauspieler, die man durchaus schätzen kann, dazu, Schauspieler zu spielen? Figuren spielen ist out - viel interessanter ist es, zu spielen, dass man eine Figur spielt. Aber dieses Argument lässt sich auf alle Aspekte des Films ausdehnen: Der Kostümbildnerin hat allen saubere und ebenmäßige Kleider geschneidert, damit die Schulinszenierung des 18. Jahrhunderts nicht etwa durch Impulse des Authentischen gestört wird. Der Kameramann und sein Beleuchter haben mit Hochdruck einen einmaligen Videolook kreiert, um keinesfalls den Eindruck des Filmischen aufkommen zu lassen. Und der Hubschrauber-Pilot ist mit viel Schmackes über die ungarischen Landschaften geflogen - er sollte möglichst so tun wie der Pilot der LORD OF THE RINGS Filme. Der Cutter hat dann die entstandenen Luftaufnahmen von jeweils einem und zwei Reitern vollkommen diffus zusammengeschnitten, damit niemand auf die Idee kommt, dass diese zusammenhängen könnten. Alle haben mitgemacht, um der Amateur-Aura ein schonungsloses Denkmal zu setzen. Z.B. Michelle Rodríguez, die sich wie eine Schlampe kleidet und gleichzeitig versucht gespreizt-adelig wirkendes Englisch von sich zu geben. Oder Michael Madsen, der mit fetter Trägheit den grazilen und weisen Anführer einer ehrenvollen Widerstandsbewegung vortäuscht. Alle Beteiligten spielen Epik, so wie Kleinerkinder Mann und Frau spielen. Vollkommen konzeptlos werden Spielereien von Splatter, Softporno und anderen Genres ins Bild kopiert.

Für Filme-Schauer ist das nichts, denn filmisch hat diese Film-Kopie keinen Wert. Boll weiß nicht, wie man Bildern Bedeutung schenkt - außer eben durch das Nachstellen von bekannten Szenen. Ab und zu sagen die Figuren etwas, damit wir wissen, wo wir und sie gerade in der Handlung sind. Denn die Bilder schweigen. Oder etwa nicht? Warum macht Boll noch Filme, woher kriegt er das Geld und die Schauspieler und alle anderen, die an einem solchen Film mitwirken? Vielleicht ist es ja seine Aura... Vielleicht beteiligten sich alle am Film im guten Wissen um seine Amateurhaftigkeit. BLOODRAYNE ist so etwas, was ich meinen Freunden oder meiner Familie zeigen würde, wenn ich daran mitgewirkt hätte. "Schau, wir haben Filme-Machen gespielt", würde ich sagen. Der Film würde von der Erinnerung meiner Mitwirkung leben, aber nicht von selbst. "Wir haben gar nicht wirklich einen Film gemacht, es war gar nicht ernst, es ging um nichts. Es hat einfach Spaß gemacht." Vielleicht ist es ein Film für Filme-Macher. Ein Film, den sich die Lokken, der Zane und der Kinglsey ohne Druck mal zusammen auf der Couch angucken würden. Ja, das ist es! Boll - das ist derjenige, der Filme-Macher und Schauspieler den kindlichen, den amateurhaften Spaß am Filme-Machen zurückgibt. Und solange sie diesen filmischen Sondermüll untereinander austauschen und anschauen würden, wäre die Welt auch noch in Ordnung...

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Montag, der 08.02.2010, 20:01
Aktionskunst, Reaktionskunst oder gar keine Kunst?

Meine im Januar stattgefundene Shyamalan-Retrospektive (hier noch einmal nachzuverfolgen) hatte zwei Lücken: Einmal THE VILLAGE. Das hatte den Grund, dass ich in der Vergangengenheit schon zu viele Worte (oder eben: keine Worte) zum Film verloren hatte. Ein ander Mal THE HAPPENING. Das wiederum hatte den Grund, dass ich vom wissenschaftlichen Projekt postapocalypse.de eingeladen wurde, mich in einem Filmgespräch mit Christian Hoffstadt, Judith Schossböck & Jochen Werner zum Film zu äußern. Dieses Gespräch ist nun online. Und es ist sehr schön geworden, wie ich finde. Auch wenn ich in ihm zuerst zu einem Medienwissenschaftler und nun - nach von mir angeregter Korrektur - zu einem Filmwissenschaftler wurde... am liebsten wäre mir natürlich, wenn da "Typie" oder so stände.

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Samstag, der 23.01.2010, 00:46
Battlestar Galactica - Staffel 3

Für die 20 Folgen dieser dritten Staffel habe ich drei Abende gebraucht - was zugegebenermaßen äußerst extrem ist. Aber diese Serie vermag mich zu packen wie es nur eine andere geschafft hat: ungewöhnlicherweise auch eine Sci-Fi-Serie, BABYLON 5. Es mag zwar richtig sein, dass es einige Füllerepisoden gab, aber das störte mich bei dem Sog, in die mich die Serie stürzte, herzlich wenig.

Nun sage ich bestimmt nichts unglaublich Innovatives und Schlaues, wenn ich behaupte, dass BATTLESTAR GALACTICA (=BSG) vom Ausnahmezustand handelt. Ein Begriff, der in letzter Zeit seine ganz eigene Prägung in der poltischen und Rechtsphilosphie durch Giorgio Agamben erfuhr. Als Möglichkeit der Ausweitung der Regierungsmacht während eines Belagerungszustandes, welche während der französischen Revolutionszeit entstand, sei der Ausnahmezustand - besonders durch die zwei Weltkriege vermittelt - in den westlichen Demokratien zur herrschenden Regierungstechnik geworden. Eine Folge davon sei die Aushöhlung der demokratischen Legislative und der Bürger- und Menschenrechte. Von der extremen Einschätzung der aktuellen politischen Lage mag man halten, was man will - aber Gesetze wie der USA PATRIOT Act sind beispiellose Kontradiktionen von allem, was ich als demokratische Grundsätze verstehe. Der amerikanische War on Terror ist zweifellos eine der Hauptquellen für die Serie. Ihre Grundsituation allerdings verschärft das islamistische Bedrohungspotential um ein Vielfaches: Die Serie beginnt mit einem Genozid an der Menschenheit durch die Cylons - vom Menschen selbst geschaffene Maschinen. Ihre Emanzipation ist eine paradoxe: Sie sind mittlerweile soweit in die Genetik vorgedrungen, dass ihre "besten Maschinen" menschliche Klone sind. Sie sind dem Menschen also unglaublich ähnlich - mit dem einzigen Unterschied, dass ihre Erfahrungen nach dem Tod in einen neuen Klon geladen werden. Sie haben sogar die Religiösität von den Menschen übernommen: Nur dass die Cylons an den einen Gott glauben und die Menschenheit einem von der griechischen Mythologie inspirierten Polytheismus frönen. (Wer hier nicht die Parabel auf den Gegensatz Christentum/Islam sieht, ist selber Schuld...)

Nun, die Menschheit ist jedenfalls ausgelöscht - die 40.000 Überlebenden befinden auf der Flucht durch die Galaxie. Eine verwundbare Raumflotte geschützt durch das Kriegsschiff Galactica. Dass es sich um eine tatsächliche Ausnahmesituation handelt - was man beim War on Terror gerne anzweifeln mag - ist wohl klar. Irgendwie versucht man demokratisch organisierte Strukturen zu erhalten - es gibt Wahlen, es gibt Präsidentin Roslin (eine bezaubernde Mary McDonnell) usf. Aber ohne das Militär in Form von Commander Adama (ein wunderbar knarzender Edward James Olmos) und dessen Schutz geht gar nichts. Somit wird die Flotte, die einem wandernden Quasi-Staat gleicht, von einer Doppelspitze geführt. Agamben würde sagen, dass eine "geschützte Demokratie" keine mehr ist. BSG hingegen ist dabei, ich will nicht sagen konservativer, aber weitaus ambivalenter, wenn sie uns den Grenzgang des Ausnahmezustandes vorführt. BSG macht jedoch keine Gefangenen (selbstverständlich auch im wörtlichen Sinne), das muss man anmerken: Selbstmordattentäter, geheime Hinrichtungstribunale jenseits der Justiz, Sklavenarbeit. Die Serie porträtiert schonungslos, wie massiv die geschützte und sich bedroht fühlende Demokratie abrutschen kann. Und auch wenn der Zweck die Mittel heiligen mag, hinterlassen die Mittel Narben in den Köpfen und auf den Körpern der Figuren...

Und: Lucy XENA Lawless spielt auch mit - als Cylon! Obwohl mir das Gesicht die ganze Staffel über unglaublich bekannt vorkam, erkannte ich sie nicht mit der blonden Mähne. Das und der politische Kontext entschädigt zehntausendmal für die verquaste Spiritualität der Serie, in der jede Folge ein erneuter Gottes/Götter-Beweis erbracht wird. Aber das hat Showrunner Ronald D. Moore schon bei DEEP SPACE NINE, einer TREK-Serie, die er entscheidend mitprägte, reichlich versemmelt.

Link(s) IMDb-Link Mini-Serie (Pilot) auf Amazon.de Staffel 1 auf Amazon.de
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Samstag, der 16.01.2010, 15:03
Signs: Überblick über die Filmkritik

M. Night Shyamalans SIGNS wurde von der Filmkritik als Niedergang eines Wunderkindes inszeniert, in das jeder Hoffnungen gesetzt hatte. Von 31 Kritiken* sind 39% positiv, 42% unentschieden und 19% negativ. Statt die Kritiker-Zunft jedoch in Lager zu spalten, hat der Film den Kritiker selbst in ein Dilemma versetzt. Das sieht man an der hohen Anzahl der Unentschiedenen. Diese Dilemma drückt sich meistens folgendermaßen aus: Inszenierung hui, christlich-faschistoide Zwangsbotschaften pfui! Aber dazu später mehr...

Nun, es war die Zeit des Fazit-Ziehens. Kam SIGNS, kam der Rückblick auf Shyamalans zwei vorherige Filme und deren endgültige Bewertung. Da das amerikanische Nachrichtenmagazin Newsweek im Zuge des Kinostarts von SIGNS den Regisseur als "next Spielberg" betitelte, musste das natürlich irgendwie mitverarbeitet werden. Seine "Besinnung auf filmische Tugenden" jenseits reißerischer Effekte (Everschor, film-dienst), die "unaufhörliche Unterwanderung der Hollywood-Maxime des faster, bigger, more" (Happe, Schnitt) und der "soveräne Umgang mit Bild, Farbe und Ton" (Platthaus, FAZ) wurde ihm positiv beschieden, obwohl gleichzeitig gemutmaßt wurde, dass "Shyamalan Variationen desselben Films dreht" (Peters, taz) und sich mittlerweile eine gewisse Formelhaftigkeit herausbildet (Newman, Sight & Sound). Jedenfalls wurden die Stifte für die Doppelstriche gezückt. Nachdem schon UNBREAKABLE einen eher gemischten Eindruck hinterlassen hatte, erwartete man nun Anschluss an THE SIXTH SENSE.

Die Dreharbeiten zu SIGNS begannen am 13. September 2001, zwei Tage nach den Anschlägen auf das World Trade Center. Allzu viele Kritiken gingen nicht darauf ein und ob sich nun in der "klaustropischen Grundstimmung" des Films "die Ängste einer traumatisierten Nation" spiegeln (Schröder, Tagesspiegel), will ich dahingestellt lassen. Aber einige Aspekte, wie das Nachvollziehen der Invasion über den heimischen Fernseher, schlagen doch bemerkenswerte Brücken zur Realität.

Die humorvoll-skurillen Töne, die SIGNS durchdringen, waren vielen Kritikern aufgefallen. Jürg Zbinden in der NZZ hat diese Form von Humor beispielsweise sehr irritiert. Und auch anderswo durchfuhren die Renzensenten Momente der Unentschiedenheit: "almost too bizarre to be funny" steht im New Yorker und Newman macht die Lacher von der Stimmung abhängig: "Signs gets as many laughs as gasps, and it's a moot point as to how many are intentional." Besonders gefallen hat mir aber, dass Andreas Platthaus die von Joaquin Phoenix "leicht debil" gespielte Figur des Merrill Hess als "drittes Kind" im Ensemble verstand. Das deckt sich sehr mit meiner Perspektive auf Shyamalans spätere Filme, in denen das Kind immer mehr im Erwachsenen zu finden ist.

Hier und dort wurde sich darüber echauffiert, dass das Finale einen unverstellten Blick auf ein Alien bereithält. Dass dieses nun viele für gummös und grün hielten, scheint aber eher darauf hinzuweisen, dass der Blick so unverstellt nicht gewesen sein kann, denn diese Beobachtungen stimmen einfach nicht mit den Bildern überein. Interessanter ist da eher schon Anthony Lanes Bemerkung, dass die Mise-en-scène etwas von einer grotesken Parodie einer Pietà hat.

Damit kommen wir zum Anfang zurück - den Missionierungsversuchen des Shyamalan. Daniel Haas brachte die herrschende Meinung, deren Argumentation unter ideologiekritischen Gesichtspunkten durchaus seine Stärke hat, sehr gut zum Ausdruck: "Gegen den Glauben an höhere Mächte ist dabei grundsätzlich nichts einzuwenden[...] Doch 'Signs' koppelt die religiöse Spekulation an eine heikle Frage: Kann man ein guter Vater sein und zugleich Atheist oder Agnostiker? Der Film sagt nein und verschärft damit das Konzept einer paternalistischen Gesellschaft, in der es zwischen richtig und falsch keine Nuancen geben kann." Man könnte natürlich die angebliche Offenbarung am Ende des Films als letzen Kalauer betrachten: Wenn Graham Hess (Mel Gibson) seinen Glauben wiederentdeckt, weil er die grausame Zweiteilung seiner Frau durch ein Auto, das schwere, asthmatische Leiden seines Sohnes, die nahezu geisteskranke Eigenart seiner Tochter und die zerstörte Baseball-Karriere seines Bruder als von Gott eingeleitete Ereignisse interpretiert, die das Überleben der Alien-Invasion ermöglichten, dann ist das doch fast schon wieder eine zynische Dekonstruktion von Glauben... Hanns-Georg Rodek machte dazu in der Welt noch eine sehr scharfsinnige Beobachtung: "Gibson und Familie überstehen die Belagerung des Bösen nicht dank ihres Glaubens, sondern trotz ihres Unglaubens."


* film-dienst, epd Film, Schnitt, FAZ, FAZ Online, FAS, SZ, Der Spiegel, Spiegel Online, Die Welt, taz, Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel, Der Standard, NZZ, Focus, Scope, kamera.co.uk, Sight & Sound, Daily Telegraph Online, 2x The Guardian, The Observer, 2x The Independent, TIME, New York Times, Los Angeles Times, 2x Washington Post, The New Yorker

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Dienstag, der 12.01.2010, 00:28
The New World

Was heißt es wohl, an einem Set von einem Malick-Film zu sein?, frage ich mich nach der einmaligen Erfahrung seines letzten Filmes THE NEW WORLD. All seine Filme sind sonderbare Reisen.

(Regieanweisung) "Ja, Colin, jetzt gehe einfach da lang und schau in den Himmel."
"Wo lang genau?"
"Oder besser: Du schaust dir einfach diesen wunderschönen Baum an und sagst nichts."
"Also jetzt zum Baum?"
"Nein, warte! Lauf einfach durch diese hohen Gräser und starre mit großen Augen durch das Dickicht."
"Und dann?"
"Nichts..."

Gar nichts. Außer einer Figur, die mitten in der Natur steht. Terrence Malicks Filme sind erst einmal genau das: Filme über Personen, die in der Natur stehen, durch die Natur gehen, mit der Natur arbeiten - die ihre Umgebung erfahren. Und der Zuschauer ist immer dabei, die Kamera kommt den Gesichtern und Körpern nahe, zu nahe, berührt sie fast, dann bewegt sie sich wieder von ihnen fort, nimmt Landschaften ins Blickfeld, wie sie schöner nicht sein könnten. Der Schnitt ist elliptisch und radikal, reißt uns hin und zurück in der Zeit, überspringt Sekunden, Minuten, Tage, Monate, Jahre mit Leichtigkeit. Alles ist im Fluß - und wir werden mitgerissen. Erfahrungsschnipsel leuchten vor unseren Augen kurz auf, flackern, vergehen. Diese Technik bar jeder erzählerischen Konvention intensiviert das Gefühl, etwas zu beobachten, was wir sonst selten in einem Film sehen: das Erleben der Welt. Oder eben: der neuen Welt. Jedenfalls in diesem Versuch, die Pocahontas-Geschichte neu zu erzählen. "Versuch", weil ich nicht weiß, inwiefern Malick hier bei den historischen Fakten der "westlich kultivierten" Indianer-Prinzessin bleibt. Sei es drum - so wichtig will es mir nicht erscheinen. Diese Geschichte nutzt Malick einmal mehr dazu, darüber zu meditieren, wie der Mensch und seine Umgebung aufeinander wirken, zur einen Seite Gedanken formend, zur anderen Natur verändernd. Ich muss hier auch abbrechen, so gewaltig will mir Malick erscheinen. Ach ja, eines will ich noch sagen: THE NEW WORLD ist ein Liebesfilm. Der wundervollste, den ich in den letzten Jahren gesehen habe.



(Ach ja, dieses eine noch: So geht das, Herr Cameron!)

Link(s) IMDb-Link DVD auf Amazon.de
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Montag, der 11.01.2010, 13:41


Zeit für ein bisschen Erholung ... und kultivierte Superhelden-Satire:



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Montag, der 11.01.2010, 01:12
Lady in the Water

"What kind of person would be so arrogant as to presume the intention of another human being?"

"Story wants to go home and she can't."


Zwei Schlüsselsätze aus LADY IN THE WATER, die ganz gut an das Verständnis dieses Filmes heranführen. Der erste ist natürlich eine leidenschaftliche Absage an den Intentionalismus, derer sich der Regisseur Shyamalan durch die Filmkritik ausgesetzt sah. Ich selbst sehe mich ja als Antiintentionalist und halte diesen Film für eine Verteidigung dieser Denkrichtung. LADY IN THE WATER ist ein Märchenfilm, der seine eigene Beziehung zum Märchen auslotet. Er trägt seinen Subtext offen vor sich her - was ihn sehr angreifbar und gleichzeitig unendlich vieldeutig macht. Deuten oder angreifen, das ist hier die Frage! Denn ob die Story nach Hause kommt - die Geschichte erhört wird - hängt letztendlich nicht von ihr ab, sondern vom Zuhörer respektive Zuschauer.

Es war einmal in einer idealisierten Alltäglichkeit in einer Apartment-Anlage in Phiadelphia. Der Hausmeister Cleveland Heep (Paul Giamatti) kümmert sich liebevoll um die verschrobene Multi-Kulti-Mieterschaft und ihre Probleme. Hier herrscht bedrückende Normalität. Diese sieht sich bald einer anderen Welt ausgesetzt und zwar der des Märchens, der Sage, der Gute-Nacht-Geschichte. Diese fantastische Welt ("The Blue World") bricht über den Swimming-Pool, in dem eine Nymphe lebt, in die Realität ein. Sie ist eine Narf und ihr Name ist Story (Bryce Dallas Howard). Story muss gerettet werden vor bösen Mächten, die mit ihr in die Tristesse des Wohn-Komplexes eingedrungen sind. Wie rettet man Story? Also anders gefragt - der Film trägt bekanntlich seinen Subtext offen vor sich her: Wie rettet man eine Geschichte? Ganz klar, in dem man sie kennt, erzählt und tradiert. Cleveland kennt die Geschichte der Narfs ganz offensichtlich nicht. Sie ähnelt allerdings einem koreanischen Märchen, soviel kann Studentin Young-Soon Choi (Cindy Cheung - was für eine großartige Verkörperung des weiblichen Uni-Slackers!) Cleveland sagen. Sie hat die Geschichte, die ihr als Kind erzählt wurde, leider vergessen - wie das Erwachsene im Zeitalter des Nicht-Mündlich-Tradierens eben zu tun pflegen. Ihre Mutter hingegen kennt das Märchen - da sie aber nur koreanisch sprechen kann und sowieso auf Kriegsfuß mit ihrer Tochter steht, da ihr Slackertum eben nicht gerade den Weg sozialen Aufstiegs verheißt, erfährt Cleveland die Details der Geschichte nur schrittweise während des Filmverlaufs. Diese Zerstückelung des Märchens ist gleichzeitig eine Analyse (griech. analysein: auflösen). Dadurch, dass uns die Geschichte nicht richtig erzählt wird, wirkt sie unglaublich lächerlich und zerfällt in ihre Bestandteile: so werden die Funktionen und Regeln der Geschichte offengelegt. Shyamalan macht eigentlich nichts anderes als die Morphologie des Märchens aufzuzeigen, wie es z.B. der russische Märchenforscher Vladimir Propp getan hat.

So erfahren wir von den Scrunts - bösen Biestern, die die Narfs angreifen und vom Kontakt mit den Menschen abhalten wollen. Eigentlich werden sie von den Tartutics - drei affenähnlichen Wesen, die gewaltsam die Ordnung und das Recht in der Blue World aufrechterhalten - in Schach gehalten. Allein, da Story keine normale Narf, sondern die Madam Narf - die zukünftige Königin ihres Volkes - ist, sind die Scrunts besonders hartnäckig. Story braucht also Hilfe, um in ihre Welt zurückzukehren, wie der Held in einem Märchen immer Helfer benötigt: Diese werden uns in Form von Aktanten vorgestellt. Das sind Handlungsrollen, die unabhängig von einer speziellen Figur eine Funktion im Märchen erfüllen: The Symbolist, the Guardian, the Guild, the Healer. Nun ist es an Cleveland, diese Handlungsrollen mit Mietern aus den Apartments zu füllen. Und es ist an den Mietern, ihre Rolle zu spielen. Was sie dazu benötigen, sollte man im Kontext meiner bisherigen Texte leicht erraten können: ihre Kindlichkeit und Unschuld. Denn das erlaubt es ihnen, an Märchen zu glauben und offen für das Fantastische zu sein. Eine konzisere und kompaktere Darstellung der Funktionsweise von Märchen und ihrer engen Verschlungenheit mit dem kindlichen Gemüt hat man in einem Film wohl selten gesehen. Und dazu noch urkomisch und hochgradig skurril!

Insofern sollte man auch mal mit den ewigen Vorwürfen der Religiösität und Spiritualität Shyamalans Schluss machen: Das Märchen ist nicht etwa eine höhere Macht, die von außen an die Bewohner der Apartment-Anlage herantritt. Das Märchen wirkt von Innen, es entsteht ausschließlich aus dem Menschen selbst. Er erweckt es zum Leben. Märchen ist für Shyamalans deckungsgleich mit: Gott, Liebe, Kindlichkeit, Unschuld.

Zu Shyamalans durchaus problematischen "Cameo-Auftritt": Man muss nun wissen, dass die Narfs aus einem ganz bestimmten Grund die Nähe zur Realität suchen. Ihre Aufgabe ist es, einen bestimmten Menschen (Vessel) zu inspirieren (das Gefäß zu füllen), so dass er Gutes tut. In diesem Fall ist das ein Autor, gespielt vom Regisseur höchstpersönlich, mit Schreibblockade. Nach einem Treffen mit Story ist diese wie weggeblasen und sein ominöses Werk, nur "The Cookbook" genannt, sei dazu vorherbestimmt, einen Jungen derart zu beflügeln, dass er "Leader of this Country" wird. So die Prophezeiung Storys. (Im englischen Wikipedia-Artikel steht, damit wäre der US-Präsident gemeint - anhand der im und durch den Film offengelegten Märchen-Funktionsweise, besonders ihrer Vagheit und Austauschbarkeit, halte ich das für einen intentionalistischen Gewaltakt.) Es kommt noch härter: Dazu muss der Autor sterben, denn erst dadurch wird das Cookbook zum Märtyrer-Klassiker, welches Wirkung entfalten kann. Shyamalan trägt gewiss dick auf, aber wenn man den Film, wie ich, als Appell für die Tradierung von Geschichten - und der damit verbundenen Erzählkunst - versteht, so ist seine Rolle nichts anderes, als eine Fußnote dafür, was Story vermag... Überhaupt: die ironische Brechung mit dem Titel "Cookbook" ist eigentlich Material genug, aus diesem Handlungsstrang einen messianischen Witz zu backen.

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