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bekay de » tagesThemen  
 

Freitag, der 09.11.2007, 12:50
Trailerschau

Nun, der Valkyrie Trailer ist da (besser: hier) und scheint anzudeuten, wo der Förster seinen Schrot hat. Nein, das ist ganz und gar nicht positiv gemeint. Wie sich zeigt, ist die Scientologik von Tom Cruise, die so einen Riesenwirbel ausgelöst hat, nicht das Problem. Das Problem scheint eher zu sein, dass wir es hier mit einem durch und durch typischen, öden, nach Schema F weichgespülten Hollywood-Schmonzes zu tun haben. Dass sich dahingehend keiner getraut hat, sein Maul aufzureißen - und zwar dagegen, dass komplexe Geschichte in müdes Spektakel umgewandelt wird und "wir" diese dumme Farce auch noch unterstützen. Es war schon klug, dieses Foto von Stauffencruise zuerst rauszugeben. Es hat nämlich nix mit der heldischen Grinsebacke zu tun, die uns im Trailer präsentiert wird - alle Genre-Sentenzen werden abgespult: Stauffencruise ist ein netter Vater, ein liebender Ehemann, eine christliche Symbolfigur, einfach eine verdammt coole Sau, der seine Widerstandsbande mit selbstgerechten Lächeln und folgenden Worten rekrutiert: "Can I count you in?" So wird Geschichte gemacht! Vielleicht sind wir nicht alle Scientology, aber Hollywood ist überall und wir sind Hollywood.

Nach solchen Schablonen doch lieber diesen monströsen und abgründigen Trailer (klein | groß) zu Paul Thomas Andersons There will be Blood. Der Titel wird wohl halten, was er verspricht - vielleicht nicht im Wortsinne, aber in vielerlei anderer Hinsicht. Das karge Setting und Daniel Day-Lewis' morbide Performance jedenfalls sind furchteinflößend.

Der neue, offizielle John Rambo Trailer hat das Material von Stallones viertem Eintrag in die Kriegsreihe ja auch eher verschleiert und weichgespült. Von der kompromisslosen Härte und unironisch-brutal-aggressiven Qualität der vorherigen Previews ist nichts mehr zu spüren. Schade, diese unerbitterliche Verve hätte ich schon gern auch hochauflösend

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Freitag, der 02.11.2007, 14:50
Vernetzung

Wie schnell das manchmal geht, dass plötzlich ein Netz entsteht. Und das mitten im Internet. In Zeiten der opportunistischen Linksetzung ist das gar nicht mal so alltäglich. Aber wollen wir den Teufel nicht in die Maschen ritzen - und mitmachen.

Da wurde auf dem nennenswerten cine:plom nach einer positiven Kritik von Rob Zombies Halloween-Remake gefragt, da das Meinungsecho über den Film doch eher karg ausgefallen ist. Ich antwortete mit diesem hörenswerten Podcast auf der lesenswerte Seite F.LM. Stefan, der diese Seite betreibt, ist auch Leiter der anmeldenswerten filmforen.de. Oliver, der bei F.LM ebenfalls mitschreibt, ist Mitschreiber im staunenswerten Blog Sauft Benzin, ihr Himmelhunde!, in dem er sich mit dem Außenseiter ernsthaft dem US-Actioner der 80er widmet - die Beiden nehmen, und das im Dialog, ein gern belächeltes Genre als Kulturphänomen ernst (hier eine Auflistung der Gespräche, die die Chuck-Norris-Facts auf ihre Plätze verweisen). Christian von cine:plom ließ Freude aufgrund meines RSS-Feeds durchscheinen (die gebe ich gerne zurück) und als ich kurz seine letzten Beiträge überflog, bin ich auf einen Artikel des immer wissenswerten Blogs der Filmwissenschaftler David Bordwell und Kristin Thompson gestoßen. Der Rest ist ein langer Text. Andere, bemerkenswerte Texte gibt es bei Karsten zu lesen, der aufschreibt, was man über Filme denken kann. Einen Film irgendwie finden, das können andere - das ist dann jedoch wertlos. Deswegen sollte es aber trotzdem verlinkt werden. Wir sind schließlich im Internet - die Möglichkeit der Vernetzung ist weder durch materielle Archive noch durch sprachliche Strukturen einholbar. Nutzen wir das!

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Donnerstag, der 03.05.2007, 11:29
Mein Nachbar Totoro

Morgen, also am Freiteg, den 04.05., zeigt SuperRTL in deutscher Erstaustrahlung den Studio Ghibli Film "Mein Nachbar Totoro" (1988). Ich habe ihn noch nicht gesehen, weil ich auf eine Kinoauswertung gehofft habe. Ähnlich verfuhr Universum Film ja auch mit "Das Schloss im Himmel" (1986). Nun wurde dies leider nicht Realität und der DVD-Auswertung geht nur eine TV-Ausstrahlung voraus. So oder so: Dieser 1988 entstandene Anime rangiert wohl, wenn man dem allgmeinen Tenor glaubt, unter den Besten Hayao Miyazakis. Einen kleinen Vorgeschmack mag dieser Trailer (MOV: 17.5 MB) geben ... Anschauen!

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Montag, der 19.03.2007, 00:36
Willy soll ans Fenster kommen (per Leuchtreklame)

Das öffentliche Wesen kann amüsante, gar ärgerliche Blüten treiben. Demokratie, auch wenn es nur im Kleinen ist, kann schnell pervertiert werden. Die Verwaltung der Stadt Erfurt, ihres Zeichens Landeshauptstadt Thüringens, hatte eine Idee: Ein Denkmal, um an das Treffen des Bundeskanzlers Willy Brandt mit dem DDR-Ministerpräsidenten Willi Stoph am 19. März 1970 zu erinnern. Eine zweifellos große Geste, realpolitisch wie symbolisch. Ein historisches Ereignis.

Selbstverständlich gibt es eine öffentliche Ausschreibung. Die Künstler sind eingeladen, ihre Ideen einer Jury, bestehend aus Profs und anderem Fachtum, vorzuzeigen, die dann in einer ersten Stufe aus allen Einsendungen die besten Fünf wählt und in einer zweiten Stufe den Sieger. Der beste Vorschlag wird dann den Bahnhafsvorplatz schmücken, den Platz zu einem Bahnhof übrigens, der schon seit einigen Jahren "under construction" ist (Ende: nicht in Sicht).

Das meiste davon ist nun auch schon passiert - leider. Die erste Stufe brachte uns die besten fünf Ideen. In der zweiten Stufe hat die Jury in einem achtstündigen Beratungsmarathon den Vorschlag ausgesucht, der es dann sein soll. Man stelle sich die Perlen auf der Stirn vor, die sich ausweitenden Schweißflecken unter den Armen und die stickige Atmosphäre im Raum - und dann das:



Das ist es also: Eine Leuchtschrift, die dem zum Mythos gewordenen Spruch "Willy, komm an Fenster" (der so wohl kaum von den sich gesammelten Menschen auf dem Bahnhofsvorplatz geäußert wurde) aus der Mottenkiste kramt, prangt auf dem ehemaligen Hotel "Erfuter Hof". Da soll auch beschworenes Fenster leuchten, Tag und Nacht. Die grelle Schiene also. In meinem Umfeld wurde bisher nur Unmut zu dieser letztendlichen Entscheidung ausgedrückt, gar aufkommende Verzweiflung über die Machtlosigkeit gegenüber solcherlei Unsinn. Aber das ist der Stil der sachverständigen Grämien- und Kolloquiumsmentalität. Irgendwo in einer Blubberblase, in einem Raum befreit von jeglicher Bürgerstimme, schweben, reden, entscheiden (wohl ohne Schweißflecken & engelsgleich) Experten. Und auf einmal wird Las Vegas zum denk-mal und die Werbetafel wirbt mit ihren grellen Lettern nicht mehr, sondern erinnert. Erinnern ist ein schmerzhafter Prozess, er ist immer mit einer nachträglichen (Neu-)Wertung verbunden, und das Denkmal soll die zwiespältigen Momente dessen, über das einmal nachgedacht werden soll, herausstellen. Dazu ist immer eine gewisse Dezenz und Anmut nötig. Ein leuchtender Schriftzug und ein erhelltes Zimmer macht die Geschichte der Beziehung zwischen DDR & BRD zur Reklame-Show, anbiedernd um flüchtige Blicke hechelnd, marktschreierisch alles Negative verschweigend. Ich zweifle kaum an, dass hier ein Impuls zur Auseinandersetzung ausgelöst werden kann. Doch wenn ein Denkmal nicht die Weite der möglichen gedanklichen Beschäftigung wiederspiegelt oder wenigtens nur andeutet, dann ist es einen Scheißdreck wert.



Ich meine, im Gesamtkonzept des Siegervorschlges fehlt noch so eine Art Marlboro Man. Z. B. in Form eines lächelnden Papp-Willy-Brandts, der ganz gutherzig und unverdrossen Tag und Nacht am erleuchteten Fenster steht, einer seiner Arme durch eine mechanische Vorrichtung immer wieder zum Winken verurteilt. Für die Wartung dieser Maschine könnte die Stadt sogar noch einen Arbeitsplatz schaffen. Davon wird der Bahnhof gegenüber zwar auch nicht fertig, aber toll wär' das trotzdem.

Das kritische Gerede wurde nun schon als provinziell abgeschmettert und ein wissenschaftlich-schmachtender Text mit viel Fach-Ramba-Zamba zur Verteidigung der Entscheidung online gestellt. Mit der "Vielschichtigkeit der Bezüge" deutet man von seiten der Jury noch handzahm an, was folgen will. Der fiktive Zurruf "Willy, komm an Fenster" sei also aus einer "poetischen Umdeutung" entstanden, die das historische Ereignis nun ihrerseits in einen "kulturgeschichtlichen Rahmen" einbettet, "der mit der Troubadour-Lyrik ansetzt und im Minnesang weiter entwickelt wurde, sich als Motiv aber auch in William Shakespeares Romeo and Juliet und in Mozarts Don Giovanni finden lässt". Spätestens hier ist die Vermittlung zwischen wissenschaftlich durchaus reizvollen Argumentationslinien / Gedankengängen und Normal-Bürger gescheitert. Aus der angeblichen "Perspektive der Erfurter Bevölkerung", auf die das Denkmal Bezug nehme, wird diese verknappte "kulturgeschichtliche" Begründung pseudointelektuell und arrogant wirken, wie ein Augenblender. Dass die Leuchtreklame das Denkmal nur im ersten Moment wie Werbung wirke, mag in Zeiten, in denen Willi es wissen will oder aber Gleichnamiger die Kohle rausrücken soll, doch eher befremdlich erscheinen ...

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Montag, der 05.03.2007, 13:33
Zur Zukunft!

Zwei Dinge, zu denen ich etwas loswerden will - sie betreffen beide zukünftige Projekte über die Zukunft (und sogar die Vergangenheit der Zukunft).

Zur neuen Babylon 5 DTV(=Direct-to-Video)-Mini-Serie-oder-was-auch-immer: Das sieht gut aus!



(Genau die Art von Cheesiness, nur eben mit Effekten des neuen Jahrtausends, die ich von B5 erwarte )

Zu etwas Anderem: JJ Abrams wird, falls noch nicht bekannt, sich sowohl für die Produktion als auch Regie des 11. Star Trek Films verantwortlich zeichnen. Ich bin ehrlich gesagt nicht so sicher, was ich davon halten soll. Als Wunderkind gefeiert, kriegt Abrams gerade ein Projekt nach dem anderen (Kino & TV) vor den Latz geknallt, ohne ein Profil zu entwickeln, außer vielleicht das eines Fanboys. Egal wohin man schaut, überall hat der seine Finger im Spiel, und dann fragt man sich: Wie macht der denn das? Nächste Frage: Macht der das überhaupt? An LOST beispielsweise scheint er an der aktuellen Produktion nicht mehr mitzuwirken, auch wenn er noch als "Executive Producer" genannt wird - nur was das im einzelnen heisst, kann stark variieren und muss nicht den derzeitigen Stand seiner Mitarbeit wiederspiegeln.

Gut, genug über's Verfahren gemotzt. Kommen wir zum Inhaltichen: Angeblich soll der Film vom ersten Treffen zwischen Kirk und Spock auf der Starfleet Academy handeln. Nachdem Paramount also mit der vierten ST-Serie Enterprise und damit einem Ausfug vor die Zeit von Classic keinen Erfolg hatte, sind sie trotzdem nicht gewillt, die Chronologie des Universums fortzusetzen und stochern stattdessen weiter in der Vergangenheit rum. Nicht nur dass der Gerüchte-Cast von Matt Damon als Kirk angeführt wird, etwas ganz anderes wurmt mich: Wenn die uns nicht die kurzen Röcke, schweißperlenden Stirne und grobschlächtigen Pappbauten aus den späten 60ern geben - oder wenigstens ein andächtiges und reflexives Update dessen (Enterprise my ass) - dann sollen sie es doch bitte lassen. Gut, neben den oben erwähnten Bedenken betreffs Abrams, so kann man ihm doch nicht ganz absprechen, dass er durchaus das kreative Potential besitzt, die Sache richtig anzugehen. Vielleicht ...

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Sonntag, der 31.12.2006, 09:50
> 2007

Ich wünsche allen Besuchern einen guten Rutsch in's neue Jahr.

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Sonntag, der 02.10.2005, 17:16
Wir sind bekay.de

Vielleicht ist es ja schon aufgefallen: die rechte Fläche hat mittlerweile mehr Funktion als nur leerer Raum zu sein ... hier findet ihr alle Neuzugänge im Filmblog, bei den Bildern oder Kommentaren. Das soll ein bisschen anspornen, aktiver zu werden

Heute habe ich mal wieder ein paar neue Bilder hinzugefügt. Vielleicht werden sich einige fragen: "Warum? Der Benni ist doch ein fauler Sack!" Das stimmt so nicht ganz: Schmiddi hat sich erbarmt und ein paar Kommentare abgegeben. Und sowas motiviert ungemein. Denn denke daran: Du bist bekay.de!

(An wem die unsägliche Medienkampagne vorübergegangen ist, der sei auf diese Seite hingewiesen - hier kann man sich den undistanzierten und unüberlegten Sozial-Kitsch, unterlegt mit einem unerträglichen Lied aus dem "Forrest Gump"-Score, noch einmal reinziehen - "un" beschreibt diesen Unsinn ganz gut!)

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