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Montag, der 02.03.2009, 23:58
Angelina Jolie vs. Deborah Kerr

FIGHT!



DEBORAH KERR WINS!

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Sonntag, der 11.01.2009, 00:14
Vernetzte Grundbegriffe der Erzähltheorie

Aus dem Frust geboren, immer irgendeinen Begriff der Narratologie (Lehre vom Erzählen, Erzähltheorie) nicht im Kopf zu haben oder im falschen Zusammenhang zu erinnern, aus der Lust entstanden, die wichtigsten Begriffe grafisch zu assoziieren und nun von dem Ehrgeiz angefeuert, präsentiere ich eine kleines Projekt von mir:

Grundbegriffe der Erzähltheorie - assoziiert

Jedem Begriff soll in Zukunft auch noch eine kleinere oder größere Erläuterung zur Seite gestellt werden. Ich hoffe natürlich auch, einigen (angehenden) Literaturwissenschaftlern kann diese Mindmap ein klein wenig weiterhelfen.

Auf filmforen.de dokumentiere ich den Fortschritt.

(in: stehBild, studierStube) Kommentare (9) / Comment?


Sonntag, der 27.04.2008, 13:04
Realverfilmung des Mangas "20th Century Boys"

Dass Naoki Urasawas Manga 20th Century Boys verfilmt wird, finde ich nun aus vielerlei Perspektiven interessant. Einmal, weil ich nichts davon wusste - und das obwohl die Nachricht schon Ende 2006 die Runde machte. Selig seien die Medienblinden - ich bin einer von ihnen. (Jetzt wisst ihr auch, warum mein Blog so heißt, wie er heißt.) Schon peinlich, wo ich doch großer Verehrer der Comicreihe bin. Urasawa ist ein Meistererzähler, der das Suspense- und Spannungsfabulieren durch seine Erzähltechnik der Zeitsprünge auf eine wohl nie gesehene Spitze treibt. Inwiefern dieses bisweilen chaotische Springen durch die Handlung, das die Chronologie von über 30 Jahren erzählte Zeit wild durcheinander mixt, im Film seinen Wi(e)derhall findet, wird zu erwarten bleiben. Mit einer Trilogie (der erste Teil kommt am 30. August in die japanischen Kinos) haben sich die Macher jedenfalls schon einmal den Raum geschaffen, um der umfangreichen Erzählung Herr zu werden. Gespannt bin ich auch auf die Handlungselemente der Kindheit Kenjis in den 1960er Jahren - besonders die Ausführung des naiven Blicks und des starken Zeitkolorits, also die Frage der Umsetzung von Nostalgie, steht hier im Vordergrund.

Faszinierend ist ein Aspekt der Kulturindustrie Japans, der mich schon immer auf sich aufmerksam machte: In den zwei Postern und dem Cast ebenfalls schon lässt sich die übliche Treue zur Mangavorlage erkennen. Ein aus dem Anime-Bereich ja bekanntes Phänomen - der Anstrengung eines angepassten, veränderten Designs wird sich nur in restriktiven Bahnen ausgesetzt. Das kann viele Gründe haben: vielleicht ist dieses textuelle Phänomen gar nicht so phänomenal, wie ich es hier darstelle. Oder aber es ist eine ökonomische Maßnahme, die den Designprozess der Vorproduktion einspart. Es ist ja auch einfach praktisch, wenn ein Comic die Bilder schon vorliefert. Oder wir haben es hier mit einer Ehrung des Mangakas zu tun, dessen individuellem Werk gegenüber man sich in der Pflicht sieht. Man denke an die Mentalität der Japaner. Irgendwo dazwischen wird die Wahrheit vielleicht liegen.

Ach ja, einen Teaser gibt es auch schon. Viel zu sehen gibt es nicht. Und überrascht von der musikalischen Untermalung werden Kenner des Mangas auch nicht sein. Schließlich beginnt dieser in den 1970ern - mit dem Glamrocksong "20th Century Boy" von T. Rex (bzw. mit der bildlichen Darstellung des Liedes, wie es durch die Räume eines Schulgebäudes schallt). Da er Namensgeber für die komplette Reihe ist, darf das schmissige E-Gitarren-Riff zu den ersten (Werbe-)Bildern des Films selbstverständlich nicht fehlen.

Link(s) Band 1 des Mangas Offizielle Seite des Films
(in: flimmerWelt, stehBild, leseEcke) Kommentare (4) / Comment?


Sonntag, der 16.03.2008, 16:29
Filmcomic / Comicfilm

Etwas, das mich völlig verwirrte und dann in meinem Kopf untergegangen ist, war die Marketingkampagne um die dritte Verfilmung von Richard Mathesons Horror-Sci-Fi-Buch I Am Legend. (Ihr wisst schon, der Film mit Will Smith und einem schrecklichen Gott-ist-gnädig-dank-Märtyrium-Ende - letzteres soll durch eine alternatives Ende, welches sich auf der DVD befindet, etwas unchristlicher werden.) Jedenfalls gab es zwei Animationsfilme im Vorfeld des Kinostarts, die ich mir auch prompt auf meine Festplatte geholt habe. Kurz hineingeschaut habe ich auch, schien mit etwas statisch, aber nicht uninteressant. Später habe ich dann rausbekommen, dass die zwei Videos scheinbar Teil einer Reihe waren, denn das eine firmierte unter dem Titel I Am Legend - Awakening: Story 3 - Isolation (Download: klein | groß), das andere unter I Am Legend - Awakening: Story 4 - Sacrificing the Few for the Many (Download: klein | groß). Und wo zum Teufel sind die restlichen Filmchen? ... wäre nun ja eine berechtigte Frage. Nach einer kleinen Recherche habe ich rausbekommen, dass es keine weiteren Animationsfilme gibt. I Am Legend - Awakening allerdings ist ein kleiner Comicband, welcher von Warner online vertrieben wird und ebenfalls ein Glied in der Marketingkette ist (Abb.: Cover). In diesem kleinen, 35-seitigen "Goodie" werden fünf knappe Geschichten erzählt, jeweils von einem anderen Kreativteam, in denen uns Ereignisse während des Ausbruchs der Seuche präsentiert werden. An die Handlung des Films wird nicht direkt vor- oder angeschlossen, aber seine Diegese wird trotzdem erweitert, das Bild der Welt, in der I Am Legend spielt, wächst. Diesem kurzen Review folgend, kann auf so wenigen Seiten erzählerisch selbstverständlich nicht die Post abgehen, die Geschichten sind eher atmosphärisch konzipiert und wirken wohl sehr über ihren Zeichenstil. Sie sind/waren als Einstimmung zu verstehen.

So weit, so viral das Marketing. Obwohl ich diese Begrifflichkeit für etwas verfehlt halte, da sie sich auf die Ausbreitungsform der Werbebotschaft bezieht - und diese ist gekennzeichnet durch (Internet-)Mundpropaganda. Dass nun Mundpropagande noch stets die beste Werbung ist - auch wenn sie durch das Internet auf eine etwas andere Ebene gehoben wird - das ist doch eigentlich ein alter Hut. Mit dem Begriff fasst man doch nicht das Wesen, die Art der Werbebotschaften, die derzeit vermehrt im Internet geboren werden: Fiktionales Marketing würde ich es nennen. Die Paratexte werden mehr und mehr zu originären Basistexten und geben ihren Status als "Hilfsdiskurs" auf, um mit Genette zu sprechen. Nun gab es schon immer Erzählwerke, die die Geschichte von Filmen weitererzählten und ausbreiteten. Aber das waren eben Produkte, für die man zahlen musste. Durch das Internet wird heutzutage (kostenlos) Werbung verbreitet, die jedoch nicht mehr so auf das beworbende Produkt hinweisen, wie dies ein Teaser, Trailer oder Poster tut. Es ist eher so, dass fiktionales Marketing eine eigene Narration entwickelt - aber ebenfalls im und durch beworbenen Film aufblüht und vice versa. Diese selbstständige Narration kann mitunter eine sehr komplexe Struktur annehmen (zwei Beispiel wären die Kampagne für The Dark Knight und die Lost Experience). Sie ist eine Anschlußstelle und Öffnung für den Film und ein Original - es scheint fast wie ein Aufschwung und eine Modizifierung der (traditionellen) Erzählkultur, ohne dass die Studios Angst haben müssten, ihre Blockbuster würden keinen mehr interessieren.

Doch zurück zum I Am Legend Comic: In dem digitalen Heftchen finden sich zwei Geschichten, die genauso heißen wie die zwei besagten Animationsfilme. Heißt das also, für eine Marketingkampagne wurden zwei kostenlose Comicnovellen verfilmt, um auch diese kostenlos an Mann und Frau zu bringen? Ja, so ist es. Ich finde dies ja schon unerhört - und es verwundert mich sehr, wie wenig diese verworrenen Zusammenhänge im Zuge der Vermarktung aufgelöst worden sind. Besonders bei der faszinierenden Machart der zwei Kurzfilme, die sich als visuell-sequentielle Comicverfilmungen oder -transformationen beschreiben lassen. Man hat sich der Original-Illustrationen aus dem Comic-Heft bedient, aber Figuren und Objekte als Flächen vom Hintergrund getrennt, damit diese sich unabhängig voneinander bewegen lassen. Mimik und Gestik sind reduziert und meist nur auf bestimmte Körperelemente, wie die Augen, beschränkt; der 2-D-Eindruck soll keinesfalls geopfert werden. Dreidimensionalität entsteht durch die Gegen-Bewegungen der Flächen zueinander und flache Lichteffekte, die sich in der Ebene ausbreiten. Insofern handelt es sich um einen Film, da mit Bewegung, Ton, Musik und einer aufgezwungenen Zeiteinteilung gearbeitet wird. Und Comic bleibt es durch die Flächigkeit, den Versuch, die Comicseite beizubehalten, und die Sprechblasen, die nicht als Untertitel fungieren, sondern als Bildanteile, die Text aktiv und bewusst in die Visualität einbauen. Eine bewunderswerte Synthese zweier Medien, für die sich ein gewisser Brooke Burgess verantwortlich zeichnet. Langsam fühlen wir Warner und ihrer Kampagne also auf den Zahn. Das Studio hat sich nicht willkürlich für diesen Mann entschieden - er war prädestiniert für diese Comicfilmcomics, da er 2001-2003 ein machart-ähnliches Projekt stemmte: Die Flash-Animationssaga Broken Saints erstreckt sich über 24 Kapitel und ist 12 Stunden lang. Und sie arbeitet mit genau der gleichen Synthetisierungsstrategie aus Comic und Film. 20th Century Fox hat eine überarbeitete Fassung dieser ursprünglich für das Internet konzipierten, ambitionierten Serie sogar auf DVD vertrieben. (Die alte Internet-Version ist allerdings noch komplett online!) Zwei Aspekte sind da noch erwähnenswert: einmal ist interessant, dass diese spezifische Medien-Synthese (oblgeich vorher natürlich auch möglich durch traditionelle Animationskunst) seinen Geburtsort und seine Verbreitung möglicherweise gerade durch das Internet erfahren hat. Nicht nur ist durch Flash, wenn man sich denn die entsprechende Software leisten kann und will, eine Deprofessionalisierung und damit Demokratisierung der Animationskunst (schon lange) eingetreten (und durch das Internet allgemein eine kostspielige Distribution unnötig geworden), sondern vielleicht hat gerade die spezifische Arbeitsweise der Flash-Animation ("Flash can manipulate vector and raster graphics", Wikipedia) zur visuell-konzeptionellen Entwicklung der besagten Film-Comic-Synthese beigetragen. (Frühe Vorgänger wie der Scherenschnitt- oder Silhouettenfilm sollten natürlich nicht unerwähnt bleiben.) Zweitens, ich finde es wirklich peinlich und schade, dass ein solch kreativer Kopf wie Burgess so stiefmütterlich behandelt wird - da werden zwei sehenswerte Animationskurzfilme rausgehauen, deren spezifische Verbindung zu einem Comicheft nicht beleuchtet wird, ja deren Macher nicht einmal als bemerkenswert erscheint. Das ist ja nicht nur ökonomisch undurchdacht - oder will Warner den Namen gar nicht erwähnen, weil dies für 20th Century Fox einen besseren Broken Saints Box-Verkauf bedeuten könnte - es ist eben auch wieder das Einknicken der Erzählkultur, in dem die Fabulierer und Talente in den Hintergrund gedrängt werden...

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Sonntag, der 02.12.2007, 13:43
Cagney / Nicholson

James Cagney ist der "Jack Nicholson des klassischen Hollywoods" ... nur besser. Da verwundert es nicht, dass die Tom-Powers-Figur aus Der öffentliche Feind (USA 1931), gerade in der famosen Regenszene gegen Ende, eine Inspirationsquelle für Nicholsons Interpretation des Jack Napier in Burtons Batman (USA 1989) gewesen sein könnte.



(in: flimmerWelt, fundGrube, stehBild) Kommentare (8) / Comment?


Freitag, der 17.08.2007, 17:56


Bevor ich nicht schreibe, schreibe ich lieber über Nichts. Oder eben über unwichtiges Zeug. Z.B. die Vorfreude auf The Dark Knight, schnörkelloser, bedeutungsvoller Titel zur Fortsetzung von Batman Begins. Erst kürzlich erschien ja der Teaser, welcher einen zwar ohne Einblicke, aber doch mit einem Kribbeln im Bauch zurücklässt (zum Ende hin darf man Heath Ledger als Joker lauschen, nachdem Alfred orakelhaft sinniert: "Some men just wanna watch the world burn..."). Nun gerade sind 19 Fotos von den Dreharbeiten aufgetaucht - oder auch "durchgesickert", wie es so im Fachjargon tönt. Dabei sollte man sein Augenmerk einmal auf den Joker lenken:





Also ich finde, visuell macht der echt 'was her: bizarr, irre, gezeichnet (buchstäblich und figurativ). Hoffentlich haucht der Ledger ihm eine beeindruckende Bewegungsseele ein. Denn Mimik und Gestik auf der Zeitschiene scheinen mir bei der Figur des Jokers zentral zu sein. Die Stimmungsschwankungen, das Unkontrollierte, dazu ist physische Präsenz und Artistik nötig. Aber bei Regisseur Christopher Nolan mache ich mir da keinen Kopf. Das wird bestimmt ein Riesenspaß!

(Und wo wir schon bei viralem Film-Marketing sind, sei doch noch einmal, auch wenn nicht gerade aktuell, auf den rätselhaften Teaser zu einem Untitled J.J. Abrams Project hingewiesen: klein | groß)

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