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bekay de » flimmerWelt  
 

Donnerstag, der 03.05.2007, 11:29
Mein Nachbar Totoro

Morgen, also am Freiteg, den 04.05., zeigt SuperRTL in deutscher Erstaustrahlung den Studio Ghibli Film "Mein Nachbar Totoro" (1988). Ich habe ihn noch nicht gesehen, weil ich auf eine Kinoauswertung gehofft habe. Ähnlich verfuhr Universum Film ja auch mit "Das Schloss im Himmel" (1986). Nun wurde dies leider nicht Realität und der DVD-Auswertung geht nur eine TV-Ausstrahlung voraus. So oder so: Dieser 1988 entstandene Anime rangiert wohl, wenn man dem allgmeinen Tenor glaubt, unter den Besten Hayao Miyazakis. Einen kleinen Vorgeschmack mag dieser Trailer (MOV: 17.5 MB) geben ... Anschauen!

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Dienstag, der 17.04.2007, 01:54
Die neuen Wellen

Ich bin euphorisch. Vielleicht liegt das am Bier? Nein, nein ... Nein, ich bin richtig glücklich, fast atemlos vor innerer Unruhe, aber einer schönen Unruhe. Diese Gefühle hat die Pilotfolge einer neuen US-Serie ausgelöst, die Hereos heißt. Man mag das ja kaum glauben. Gerade, wenn man sich anschaut, worum es geht: Um ein paar Menschen, verstreut über die Welt & ohne Verbindung, die Superkräfte entwickeln. Ja, so wie in diesen Comics, diese Dinger für Kinder mit Superhelden und so. Dieses Konzept der Serie mag absolut langweilig klingen, besonders weil Hollywood die Kinos derzeit mit Comic-Verfilmungen überschwemmt. Selbst wenn es in dieser Serie eben nicht um Superhelden im klassischen Sinn geht (noch nicht?), sondern um Menschen, die ihren neuen Fähigkeiten auch eher rätselnd und fremd gegenüberstehen -- nee, hört sich trotzdem nicht nach Hockerreißer an. Marke Marvel, s. X-Men & Spiderman, nur ohne die engen Outfits. Und die Idee, dass die meisten Figuren doch "irgendwie" eine Beziehung zueinander haben, wie durch Zufall aufeinander treffen, an dieser unheimlichen, fast schicksalhaften Netzstruktur webt LOST schon seit drei Staffeln exzessiv. Also eigentlich nichts neues und nichtsdestotrotz so neu, und darin soghaft.

Gestern habe ich etwas gesehen, dass 46 Jahre zuvor entstanden ist. Da wurde auch nix neues oder gar besonderes erzählt. Ein Kleinganove und Draufgänger erschießt einen Polizisten. Mit einer amerikanischen Studentin, in der er verliebt ist, will er aus Paris nach Rom fliehen. Das ist eigentlich ganz langweilig und nicht der Rede wert. Trotzdem ist Außer Atem, ein Klassiker des nicht-klassischen Films schlechthin und prägend bis heute in seiner Formsprache, fesselnd und - ja klar - eben atemberaubend. Die Geschichte ist auf bestimmte Weise hinfällig geworden und besteht aus puren Klischees. Die Anordnung der Klischees ist nun entscheidend geworden. Der Schein trügt keinesfalls mehr, er ist das einzige Mittel des Films: er kann die neue Seele des Films sein.* Godards Film scheint unglaublich hektisch, wenn die Szenen per Jumpcuts zerstückelt werden, und unglaublich schwebend zugleich, wenn die Handkamera um die Figuren fliegt. Deshalb ist er auch nichts anderes.



Um den Bogen zu spannen: Die Novelle Vague gibt es nicht mehr, doch es gibt wohl neue Neue Wellen. Eine davon ist ohne Zweifel die moderne amerikanische TV-Serie. Diese bedient sich ebenfalls ganz offen und vollkommen ungeniert aus den reichen Fundus der popkulturellen Erzähllandschaft (wie Außer Atem sich des Film Noir als Gundgerüst bediente). Eine ganz einfache Grundprämisse, gar eine öde, erstrahlt in der visuellen und sequentiellen Anordnung der alten Ideen in neuem Schein. So richtig weiß ich noch gar nicht, wie das diese Serien machen. Sie machen es jedoch, das sei angemerkt, in einem selten dagewesenen Ausmaß. Denn: Einmal gesehen, Atem geraubt...



* Bei Bay ist er es nicht.

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Montag, der 05.03.2007, 13:33
Zur Zukunft!

Zwei Dinge, zu denen ich etwas loswerden will - sie betreffen beide zukünftige Projekte über die Zukunft (und sogar die Vergangenheit der Zukunft).

Zur neuen Babylon 5 DTV(=Direct-to-Video)-Mini-Serie-oder-was-auch-immer: Das sieht gut aus!



(Genau die Art von Cheesiness, nur eben mit Effekten des neuen Jahrtausends, die ich von B5 erwarte )

Zu etwas Anderem: JJ Abrams wird, falls noch nicht bekannt, sich sowohl für die Produktion als auch Regie des 11. Star Trek Films verantwortlich zeichnen. Ich bin ehrlich gesagt nicht so sicher, was ich davon halten soll. Als Wunderkind gefeiert, kriegt Abrams gerade ein Projekt nach dem anderen (Kino & TV) vor den Latz geknallt, ohne ein Profil zu entwickeln, außer vielleicht das eines Fanboys. Egal wohin man schaut, überall hat der seine Finger im Spiel, und dann fragt man sich: Wie macht der denn das? Nächste Frage: Macht der das überhaupt? An LOST beispielsweise scheint er an der aktuellen Produktion nicht mehr mitzuwirken, auch wenn er noch als "Executive Producer" genannt wird - nur was das im einzelnen heisst, kann stark variieren und muss nicht den derzeitigen Stand seiner Mitarbeit wiederspiegeln.

Gut, genug über's Verfahren gemotzt. Kommen wir zum Inhaltichen: Angeblich soll der Film vom ersten Treffen zwischen Kirk und Spock auf der Starfleet Academy handeln. Nachdem Paramount also mit der vierten ST-Serie Enterprise und damit einem Ausfug vor die Zeit von Classic keinen Erfolg hatte, sind sie trotzdem nicht gewillt, die Chronologie des Universums fortzusetzen und stochern stattdessen weiter in der Vergangenheit rum. Nicht nur dass der Gerüchte-Cast von Matt Damon als Kirk angeführt wird, etwas ganz anderes wurmt mich: Wenn die uns nicht die kurzen Röcke, schweißperlenden Stirne und grobschlächtigen Pappbauten aus den späten 60ern geben - oder wenigstens ein andächtiges und reflexives Update dessen (Enterprise my ass) - dann sollen sie es doch bitte lassen. Gut, neben den oben erwähnten Bedenken betreffs Abrams, so kann man ihm doch nicht ganz absprechen, dass er durchaus das kreative Potential besitzt, die Sache richtig anzugehen. Vielleicht ...

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Donnerstag, der 08.02.2007, 20:32
Kostenloses Filmmusik-ePaper

Ein interessantes Projekt wurde derzeit mit dem kostenlosen und online abrufbaren Magazin Film Music Weekly gestartet. Ambitioniert ist es allemal, denn wöchentlich sollen hier aktuelle Daten aus der Scoring-Industrie, Reviews und eine Technik-Kolumne erscheinen - das für lau, in ansprechender Hochglanz-Oberfläche und einem Thema gewidmet, welches eher ein Nischendasein führt. Solcherlei Projekte können Licht in die dunkle Ecke werfen - das ist bedingungslos unterstützenswert und sollte demzufolge auch verbreitet werden. Was ich hier ja auch tue. In der ersten Ausgabe ist sogar ein kleines Interview mit Joseph LoDuca zu finden, dem Komponisten von Sam Raimis Evil Dead Triologie. Ein paar Fehler im Schriftbild sind wohl verzeihlich, genau wie der Umstand, dass man viele Informationen genauso gut im Netz zusammensuchen könnte. Sie jedoch so attraktiv gebündelt zu erhalten, ist natürlich viel schöner. Empfehlung!

Bei dieser Gelegenheit kann man ja auch gleich einmal auf das einzige deutschsprachige und äußerst empfehlenswerte Printmagazin zum Thema Filmmusik hinweisen: Cinema Musica. Alle drei Monate randvoll mit lesenswerten Interviews und Artikeln, wobei hier besonders die Beiträge mit historischer Perspektive (derzeitige Reihe: Das Golden Age der Filmmusik) hervorzuheben sind.

Link(s) Film Music Weekly Cinema Musica Cinemusic.de
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Donnerstag, der 04.01.2007, 17:40
"Babylon 5" wird fortgesetzt

Ehrlich - das ist gar nicht brandheiß: Schon Juli letzten Jahres hat J. Michael Straczynski, Erfinder und Produzent der Serie Babylon 5 (1994-1998), erwähnt, dass Warner ihn zwecks eines Kinofilms angesprochen habe. Diese Entscheidung von Warner mag überraschen, nachdem Straczynski oft scheiterte, sein B5-Universum mit diveren Nachfolge-Serien (halb realisiert oder gleich abgebrochen) und Filmen weiterzuführen. Die wohl äußerst zufriedenstellenden DVD-Verkäufe der Staffeln haben Warners Geldsinn nun doch angefixt. Die Idee eines Kinoabenteuers lehnte Straczynski ab und schlug stattdessen das Konzept von TV-Filmen vor. Nicht nur ist diese Idee innerhalb letzten Jahres zu einer Direct-to-Video-Produktion in Form einer Mini-Serie mit dem Titel Babylon 5 - The Lost Tales umgeformt worden, die ersten zwei Epsioden/Geschichten, die da heißen Voices in the Dark, sind sogar schon abgedreht. Straczynski hat selbst Regie geführt. Er hat Interessantes zur Produktion zu sagen:

Part of what we're doing is to re-think the look of B5 to some degree. The show was created using 1993 technology, video toasters and amigas, and was to some extent limited by the paradigms and production methods we used in that. But it's now 13 years later, and while I will keep the feel of the show the same, and the silhouettes and designs, there's no reason to limit the look of the feel to what we could do six years ago (from when we stopped). So we're going to invest a lot of time, effort and money into really re-imagining some of the visuals at the present level -- looking at shows like Battlestar and the like -- and bringing those tools into B5 while still maintaining the feel of the show.

Das "Feel" der Serie wurde natürlich auch zu großen Teilen von den, ja, schrullig-trashigen Innensets und den offensichtlichen Computereffekten erzeugt. Mal sehen, was die Veränderungen des "Looks", gerade während der Post-Produktion, bringen werden. Jedoch, die zentrale Idee hinter Babylon 5 besteht in einem narrativen Netz, welches so dicht gewoben ist, dass kein Ort, keine Handlung und keine Figur bloß dramaturgische Zwecke erfüllen. Alles verweist auf etwas anderes, Vergangenheit bedingt Gegenwart, Gegenwart Zukunft. Dieses Erzählkonzept in Straczynskis vorausblickender Ausarbeitung (der Handlungsbogen umfasste schon anfang der 90er, bei Planung der Ur-Serie, 5 Jahre/Staffeln) ist Keimzelle vieler Entwicklungen der aktuellen TV-Landschaft. Und wenn sich die Lost Tales in all die Fäden und Verbindungen des B5-Universums integrieren können, das Netz weiterspinnen, so dass man sich wieder und wieder in ihm verfängt, dann bin ich froher Hoffnung!

Link(s) Photos & Notes zu B5: The Lost Tales
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Samstag, der 30.12.2006, 15:37
80er reloaded

Die TV-Landschaft der 80er stellt derzeit einen Pool an Ideen dar, in dem Hollywood sich nicht etwa nach Gutdünken auf die Suche für ihren Raubbau begibt. Nein, die Traumfabrik rekurriert eindeutig auf die Vorbilder ihrer Remakes, belässt ihre Konzepte unverändert. Woran diese neuerliche Nachmach-Welle vielleicht am auffälligsten erinnert: an das technische Update. Und das in zweierlei Hinsicht: Serien wie Transformers oder Knight Rider waren technisierte Produkte, nicht nur insofern, dass es in ihnen um technische Wundergeräte ging, sondern auch, weil sie technisch (soll heißen: formal) inszeniert wurden. Die Plots kamen vom Reißbrett aus dem Hinterzimmer - Style over Substance, heisst es doch. Ein Kind der 80er (wie ich). Da nichts existiert, dass so schnell altert wie Technik, sind diese Updates offenbar dringendst nötig. Die infantile Idee vom selbstständigen Objekt Technik, das alles kann (in erster Linie: sich verwandeln - und damit verschiedenste Funktionen erfüllen), wird nun ins digitale Zeitalter geret- ... geholt. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich noch nicht, jedenfalls verspricht es bombastisches Spektakel zu werden, mit materialistischer Optik und materialistischen Wundermaschinen. Das jedenfalls lässt der Trailer zu Transformers (klein | groß) erahnen, der zwar nicht zu viel von seiner eigentlichen Attraktion, den Robotern, preisgibt, genug aber, um zu sagen: Danke, Herr Bay, dass sie es einmal mehr krachen lassen!

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Donnerstag, der 28.12.2006, 13:25
Der Blick

Als wie ich gerade beim Übertragen meiner alten Filmtagebucheinträge in den Blog jene auch lese, werde ich doch ganz starr vor Scham. Was habe ich da manchmal zusammengeschustert? so geht die Frage in meinem Kopf um. Geradezu hilflos meine Beschreibungen und unbeholfen meine Wertungen. Einiges kann ich gar nicht mehr hier reinstellen, so wurmt es mich. Mein Blick hat sich geändert, das ist meine Schlussfolgerung. Der Blick? Was ist das... Habe ich eine andere Meinung zu den Filmen gewonnen? Kaum - vieles, was ich früher gut und schlecht fand, empfinde ich heute noch ähnlich. Mein Verständnis von Film an sich hat sich geändert. Präzisere Begriffe des filmischen Vorganges haben sich herausgebildet - sowas hat klar mittel- und unmittelbar mit meinem Studium zu tun. In erster Linie jedoch geht es um ein bewussteres Schauen, oder eben: (Er)Blicken. Das kann jeder. Die Gedanken danach zu sammeln & zu systematisieren - sowas muss ja nicht in Textform passieren, kann ja auch im "Medium des Denkens" selbst geschehen - hat mir viel geholfen. In der heutigen Welt, in dem wir auf viele Weisen von einem Flimmern der Bilder umgeben sind, halte ich ein hintergründigeres Film- und im weiteren Sinn Medienverständnis für unerlässlich. Der Blick sollte wie ein Messer die Leinwand durchstoßen (können) und sich nicht allein von ihr umgarnen lassen. Nichts anderes versuche ich in meinem Filmblog zu erproben - und mehr als eine Probe kann es dann ja auch nicht sein. Schließlich flimmert es um uns herum unerlässlich.

Hier in der Flimmerwelt werde ich versuchen regelmäßig ein paar "Zeilen" herauszulösen - TV-Tipps zu posten, Trailer vorzustellen oder von einem Kinoerlebnis zu erzählen. Das Feld ist weit...

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